Vitamine und Mineralien

Körnerfutter alleine enthält zu wenig Vitamin A und Mineralstoffe (Kalzium, Natrium), um den Bedarf der Vögel alleine abzudecken.
Vögel, die Obst und Gemüse mögen und diese täglich bekommen, brauchen eine Unterversorgung mit Vitaminen trotzdem nicht zu fürchten. Alles, was sie benötigen, ist im frisch angebotenen Grünfutter enthalten.
Leider gibt es Vögel, die jegliche Form von Frischkost verschmähen. Solange dies der Fall ist, muss man synthetisch hergestellte Vitamine zufüttern. Der Handel oder der Tierarzt halten hierfür verschiedene Präparate bereit - entweder zur Verabreichung über das Trinkwasser oder über das Futter.
Um die Mineralstoffversorgung der Unzertrennlichen sicherzustellen, wird der Käfig mit einem Kalkstein, besser aber noch mit einer Sepiaschale oder mit einem Mineralstein aus Seealgenkalk ausgestattet. Sepiaschale muss übrigens vor dem Verfüttern nicht gewässert werden!
An dieser Stelle soll nochmals auf die wichtigen Magensteinchen hingewiesen werden im Muskelmagen verbleiben und dort helfen, die Nahrung zu zerkleinern. Normalerweise finden die Vögel solche Steinchen im Vogelsand. Verwendet man andere Streu als Sand, bietet man zusätzlich ein wenig dieses "Magengrits" in einem extra Napf an.

Ei- und Aufzuchtfutter

Wichtige Ergänzungfuttermittel sind Ei- und Aufzuchtfutter. Während das Eifutter vom Prinzip her eine Art Bisquit darstellt, enthält das Aufzuchtfutter meist zusätzlich getrocknete Insekten. Beide Ergänzungen erfüllen im Prinzip den gleichen Zweck, die Versorgung der Vögel mit zusätzlichem Eiweiß.
Solch eine zusätzliche Versorgung kann in verschiedenen Phasen des Vogellebens nötig werden: während der Brut, während der Versorgung der Jungtiere, während des Wachstums oder während der Mauser.
Ei- und Aufzuchtfutter reicht man am Besten in einem kleinen Extra-Napf. Man kann es trocken, leicht angefeuchtet oder vermischt mit zerkleinertem Obst oder Keimfutter anbieten. In letzteren beiden Fällen ist es täglich zu erneuern.

Hinweis: Beide Futtersorten sind Ergänzungen für erwachsene oder heranwachsende Vögel - sie entsprechen nicht dem Handaufzuchtfutter zum Großziehen elternloser Nestlinge!

Eifutter

Keimfutter

Während der Jungenaufzucht oder bei einer gestörten Verdauung ist Keimfutter eine wichtige Ergänzung zum normalen Körnerfutter. Die weichen, vorgekeimten Körner können schneller als trockene Körner von den Eltern an die Jungtiere weitergegeben werden und sie sind auch für erwachsene Tiere viel leichter verdaulich. Die feuchten Körner verderben jedoch schnell, so dass sie nicht länger als einen Tag im Napf bleiben sollten. Einen höheren Vitamingehalt als ungekeimte Körner, besitzt das Keimfutter jedoch nicht.

Zubereitung von Keimfutter

Leckereien

Der Handel bietet eine große Auswahl verschiedenster Knabberstangen für Unzertrennliche. Solche Stangen sind durch Zusatz von Zucker oder Honig recht energiereich. Einmal pro Woche sind sie daher erlaubt - aber bitte nicht öfter!

Pellets

Pellets bestehen aus extrudiertem (spezielle aufgeschlossenem) Körnerfutter, dem nachträglich die Vitamine und Mineralien zugesetzt wurden, die dem reinen Körnerfutter fehlen. Daher sind die Pellets von der Zusammensetzung her ein wirkliches Alleinfutter. Füttert man Pellets, braucht man - so die Vögel die Pellets denn auch fressen - keine Futterergänzungen wie Obst, Grünzeug oder Mineralien zu zufüttern.
Hat man Vögel, die keine Ergänzungen annehmen, kann daher die Verfütterung der Pellets sinnvoll sein, unter Umständen auch als Zusatzfutter zu den normalen Körnern. Allerdings ist die reine Pelletfütterung nicht unumstritten, denn es ist ungeklärt welche Effekte Sie langfristig auf Verdauung und Psyche der Vögel haben.